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Legrand Latour - Wo Wein auf Geologie stösst - August 2018 

Aber fangen wir am Anfang an. Gaston&Suzette machten im Sommer 2018 einen Roadtrip durch Frankreich. Die erste Station war Troyes, die historische Hauptstadt der Champagne und anschliessend fuhren wir nach Reims. Bei der Planung der Reise bin ich per Zufall auf Legrand Latour gestossen und war gleich begeistert. Natürlich konnten wir es nicht lassen und haben die Familie Latour besucht und waren hin und weg von den tollen, charakterstarken Champagner.

 

Anfangs November planten wir einen zweiten Besuch in Fleury-la-Rivière. Das kleine Dorf liegt im Vallée de la Marne, umgeben von Wald und vielen Reben. Die Besonderheit dieser Region ist der sehr mineralische Boden, welches dem Champagner seine Einzigartigkeit verleiht. 

Die Famile begrüsste uns sehr herzlich und nahm sich, trotz vollem Haus gerne Zeit mit uns. Wir lernten bis jetzt Anne und Patrice Legrand kennen. Zwei sehr herzliche Gastgeber die mit Leib und Seele ihren Leidenschaften nachgehen. 

Die Familie Legrand widmet sich bereits in der vierten Generation der Kultivierung und Herstellung von Champagner. Werte, Respekt und Tradition gegenüber der Rebe und dem Produkt werden gewahrt. Wobei aber auch der Fortschritt dazu gehört. 

Auf ihren 4 Hektaren Land wird zu 70% Pinot Meunier angebaut, sowie 30% Pinot Noir und Chardonnay Trauben. Der Kalkstein-Untergrund lässt einzigartige Cuvées entwickeln, die repräsentativ für die Champagne sind.

Seit 2017 bewirtschaftet der Sohn Thibault die Rebberge von Legrand Latour. Er hat grosse Pläne in den nächsten Jahren. Bis 2019/ 2020 will er komplett Bio-Dynamisch arbeiten. Zurzeit werden die Champagner in einem Nachbardorf gekeltert und gelagert. Doch Thibault will die gesamte Produktion in den Cave aux Coquillage legen. Diese Keller entsprechen seinem Champagner besser und verleihen ihm seine Einzigartigkeit. Wir können also gespannt sein auf alles was noch aus dem Hause Legrand Latour kommen mag.

Neben der Herstellung von Champagner, widmet sich die Familie Legrand der Paläontologie - der Wissenschaft von Lebewesen vergangener Erdzeitalter. Seit 1997 gräbt Patrice Legrand unermüdlich im Berg hinter dem Haus und schuf ein einzigartiges Höhlensystem, welches wir natürlich gerne erkundeten...

Vor 45 Millionen Jahren war die Region der Champagne Meeresgrund und es herrschte tropisches Klima. Im Berg finden sich über 300 fossile Muschelarten, darunter eine vielfältige Mikrofauna. Der Kalksteinsand Boden lässt sich relativ leicht bearbeiten, hat aber eine sehr gute Stabilität, was ihn perfekt macht um eine Höhlensystem zu erbauen.

Wenn man sich in den Gängen des Cave aux Coquillage bewegt fühlt man sich wie in einer anderen Welt. In den 20 Jahren ist ein wahres Labyrinth an Gängen und Räumen entstanden und dabei wurden unzählige Fossile Funde gemacht, sowie die Ausgangslage geschaffen, um die gesamte Produktion des Champagners in die eigenen Keller zu verlagern. 

Die Leidenschaft des Vaters für Fossilien, führte Thibault Legrand dazu den geo-önologischen Ansatz aufzugreifen, um in seinem Champagner den fossilen Einfluss und den mineralischen Ausdruck hervorzuheben. Hier vereinen sich zwei grosse Leidenschaften  - Wein und Geologie. 

Suzette 

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